Das Online-Angebot der IG Metall Völklingen

4.500 Metaller warnstreiken auf dem Saarlouiser Röderberg

Saarlouis. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall ihre Warnstreikaktivitäten deutlich intensiviert. Am Donnerstag, 5. Februar 2015 rief die IG Metall Völklingen im Raum Saarlouis insgesamt 13 Betriebe zum Warnstreik auf den Saarlouiser Röderberg.

Bei eisigen Temperaturen beteiligten sich mehr als 4.500 Beschäftigte von den Ford Werken Saarlouis, Nemak Dillingen, Nedschroef Fraulautern, Whitesell Beckingen, den Bartz Werken Dillingen, der Dillinger Fabrik gelochter Bleche, Zentgraf Merzig, Dürr Püttlingen, FLSmidth Wadgassen,  Tenneco Automotive, Stadco, Benteler Automobiltechnik und LMS Logistik Magazin Saarlouis am Warnstreik ihrer Gewerkschaft.

"Diese großartige Beteiligung zeigt, dass die IG Metaller es mit ihrer Forderung ernst meinen und die Arbeitgeber sich schnellstens bewegen sollten, um ein verhandelbares Angebot auf den Tisch zu legen. Die Auftragsbücher der Branche sind gefüllt, die Gewinnsituation ist vielerorts ausgezeichnet, jetzt ist es endlich an der Zeit, dass auch die Beschäftigten angemessen beteiligt werden", so Robert Hiry, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen.

Darüber hinaus führte Robert Hiry aus, dass selbst der Chefökonom von Gesamtmetall, Michael Stahl,  am 4. Februar zugestehen musste, dass er ein Ende der Stagnation innerhalb der Metall- und Elektroindustrie sehe und die Stimmung der Unternehmer sich zum positiven drehe. Diese Situation, müsste sich daher bei der kommenden Tarifverhandlung am 11. Februar positiv bemerkbar machen.

 

Die IG Metall fordert in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte sowie eine neue Altersteilzeitregelung. Erstmals wird auch ein tarifvertraglicher Rechtsanspruch auf Weiterbildung gefordert. Martin Spengler, stellv. Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung der Ford Werke machte deutlich, dass Bildung und Weiterbildung von elementarer Bedeutung für die Zukunftschancen der Menschen sei. Viele Beschäftigte seien aber von Weiterbildung ausgeschlossen, dies gefährde zum einen die Perspektiven einer ganzen Generation, zum anderen führt genau diese Zurückhaltung der Arbeitgeber zum viel titulierten Fachkräftemangel, so Spengler.

Yusa Kocyigit, Vertrauenskörperleiter bei den Ford Werken und Adrian Fortuin, Betriebsratsvorsitzender der Dillinger Fabrik gelochter Bleche, machten deutlich welche Bedeutung die tarifliche Altersteilzeit im Betrieb spielt.

"Gerade in unseren Branchen existieren keine Schonarbeitsplätze mehr. Die personelle Situation innerhalb der Produktion ist auf  ein Minimum abgespeckt, wer hier nicht mehr mitkommt, hat nichts mehr zu lachen im Betrieb. Gerade für ältere Beschäftigte brauchen wir dringend eine neue, eine verbesserte Altersteilzeitregelung", so Yusa Kocyigit.

Adrian Fortuin macht zudem deutlich, dass es gerade in Klein- und Mittelbetrieben oftmals keine oder unzureichende Regelungen zur Altersteilzeit gibt. Die Folge sind oftmals exorbitante Rentenabschläge, die viele Beschäftigte nach einem harten Arbeitsleben an den Rand der Sozialhilfe drängen.

Arbeitgeber bieten 2,2 Prozent

Die Arbeitgebervertreter scheinen die Sorgen der Beschäftigten wenig zu kümmern. Gerade einmal 2,2 Prozent bietet die umsatzstärkste Branche ihren Beschäftigten nach zwei Nullmonaten an. Bildungsteilzeit und ein Recht auf Weiterbildung lehnen die Arbeitgeber entgegen vielen Lippenbekenntnissen zur Vermeidung des Fachkräftemangels kategorisch ab. Auch bei der Altersteilzeit soll kräftig gespart werden. Die Zahl derer, die zukünftig in Altersteilzeit gehen dürfen, soll nach dem Willen der Arbeitgeber halbiert werden. Gleichzeitig wollen Sie alleine entscheiden, wer in den Genuss der Altersteilzeit kommt und wer nicht!

Dieses Angebot ist eine Farce, so Robert Hiry. "Wir werden in den kommenden Tagen den Druck weiter erhöhen, wenn es notwendig sein sollte."

Die IG Metall ist bestens aufgestellt, um ihre Forderungen zur Not mit weiteren Kampfmitteln durchzusetzen. Sollten die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde kein verhandelbareres Angebot auf den Tisch legen, wird es wohl noch kälter an der Tariffront.

 

Video

Unser Video vom Warnstreik anschauen - natürlich in bester HD-Qualität!

Weitere Videos von unseren Veranstaltungen gibt's übrigens auf dem Youtube-Kanal der IG Metall Völklingen.

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