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Angestelltengespräch 2013:

IG Metall startet Aktionsprogramm einer Anti-Stress-Initiative

180 Ingenieure, Techniker, Kaufleute, ITFachleute diskutieren mit Experten die ansteigenden psychischen Belastungen im Betrieb

Der Gesellschaftssaal der Stadthalle Dillingen war überfüllt, als die IG Metall Völklingen am Donnerstag, 14. November 2013, zum diesjährigen Angestelltengespräch einlud. Dieser Besuch zeigt, dass das Thema der ansteigenden psychischen Belastungen in allen Betrieben angekommen ist.

Die Initiative einer Anti-Stress-Verordnung, die die IG Metall in die Debatte gebracht hat, erfährt großen Zuspruch.

Haben sich die Krankheitsbilder in der industriellen Geschichte mehr auf physische Leiden wie Skelett, Muskulatur, Atemwege usw. konzentriert, so steigen in der heutigen Zeit mehr und mehr psychische Probleme in der Arbeitswelt.

Wissenschaftler, Krankenkassen und Ärzte schlagen Alarm. Guido Lesch, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen, betont "dass hier die betrieblichen Präventionsaktivitäten in vielen Fällen noch unterentwickelt sind. Alle Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sind aufgerufen, intensivere Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen vor psychischen Belastungen bei der Arbeit zu ergreifen."

Christiane Benner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied IG Metall
Prof. Dr. med. Volker Köllner, Chefarzt der Fachklinik für Psychosomatische Medizin an den Bliestalkliniken

Christiane Benner, Mitglied des Vorstandes der IG Metall, ging in ihrem Referat auf die Situation unserer hochentwickelten Industriegesellschaft ein. Das Diktat der Finanzmärkte nach höheren Renditeerwartungen, der immer brutaler werdende Wettbewerb hat Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Einkommen der Beschäftigten und damit auf die Gesundheit der Beschäftigten. Ganze Belegschaften geraten mehr und mehr unter Druck. Über alle Branchen unserer Industriegesellschaft steigt die Arbeitsintensität, wächst der Zeitdruck und die geforderte Flexibilität. Benner fordert Maßnahmen zur Entschleunigung.

Prof. Dr. med. Volker Köllner, bekräftigt in seinem Referat, dass der Anstieg von psychischen Belastungen vieler Menschen in direktem Zusammenhang mit den Arbeits- und Lebensbedingungen in unserer Arbeitswelt des 21. Jahrhundert steht. Er lobte die Initiative der IG Metall für eine Anti-Stress-Verordnung. Weiterhin betonte er, dass psychische Belastungen aus der Arbeitswelt wie auch aus der Freizeit- und des persönlichen Lebens erwachsen. Es sei aber unerheblich, denn es gehöre zum Menschsein, dass man während seinem Leben krank wird. Die Betriebe und die Gesellschaft müssen auf diese Situation reagieren, um qualifizierte Präventionsmaßnahmen umzusetzen. Davon profitieren auch die Betriebe und die Gesellschaft.

Roman Riegler, Betriebsratsvorsitzender FLSmidth Wadgassen

Der Vorsitzende des Angestelltenausschusses der IG Metall Völklingen, Roman Riegler forderte, dass die Anti-Stress-Verordnung die die IG Metall fordert mit konkreten Inhalten in der betrieblichen Wirklichkeit/Arbeit gefüllt wird.

Riegler fordert Vereinbarungen angefangen von Präventionsmaßnahmen bei psychischen Belastungen bis hin zu Vereinbarungen über mehr Erholungszeiten und Regelwerken beim Einsatz von elektronischer Kommunikation.

Der 2. Bevollmächtigte, Guido Lesch, betonte: "neben den guten Verordnungen in der Arbeitswelt wie Arbeitsstättenverordnung, Regelwerken bei Klima-, Licht-, Lärm usw. müssen psychische Belastungen gleichrangig in den Katalog der Verordnungen aufgenommen werden."

Die Personalchefs der Dillinger Hütte und Saarstahl AG, Dr. Bernd Münnich und Markus Ruf, FLSmidth Wadgassen, begrüßen die IG Metall-Initiative und stehen einer solchen Initiative innovativ gegenüber.

Beide betonten, dass hohe Gut der Gesundheit des Menschen in der Arbeitswelt gilt es zu schützen und zu fördern. Dazu gehören auch psychische Krankheitsbilder, die man ernst nehmen muss.

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Auszug aus der Saarbrücker Zeitung vom 16.11.2013:

 

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