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Jugendkonferenz 2012

Am 13. Dezember 2012 fand in der Dillinger Stadthalle die diesjährige Jugendkonferenz der IG Metall Völklingen statt. Trotz Schnee und Eisregen kamen mehr als 100 junge Delegierte aus den Betrieben im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Völklingen. 

"Der Gesellschaftssaal der Dillinger Stadthalle ist bis auf den letzten Platz gefüllt", freut sich der zuständige Gewerkschaftssekretär der IG Metall Lars Desgranges. Inhaltlich zog der Ortsjugendausschuss Bilanz über das Jahr 2012.

Michael Mang, Jugend- und Auszubildendenvertreter bei Saarstahl, Kevin Kloss, Dillinger Hütte und Martin Spengler von den Ford Werken berichteten über die Tarifrunden in der saarländischen Stahl- und der Metall- und Elektroindustrie. Neben einer ordentlichen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen konnte erstmals ein Rechtsanspruch auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag nach bestandener Abschlussprüfung in den Tarifvertrag aufgenommen werden. Notwendig waren jedoch mehrere tarifpolitische Aktionen und zudem mehrere Warnstreiks an denen sich eine Vielzahl von jugendlichen Metallern beteiligte.

Insgesamt vertritt der Ortsjugendausschuss 3399 jugendliche IG Metall Mitglieder, darunter alleine 1064 Auszubildende. Damit ist die IG Metall Jugend die größte politische Jugendorganisation im Saarland.

Auch für das Jahr 2013 wurde sich bestens eingestimmt. So forderten die Delegierten den Erhalt des Ausbildungsplatzangebotes und vernünftige Perspektiven für die junge Generation. Die IG Metall Jugend fürchtet insbesondere in der saarländischen Stahlindustrie eine massive Sparpolitik und ein Zurückfahren der Ausbildungsbereitschaft. "Dem wollen wir nicht tatenlos zusehen!", so Kevin Kloss.

Auch mit den Bundestagswahlen 2013 werde man sich beschäftigen, dabei steht das Thema Rentenpolitik ganz oben auf der Tagesordnung. "Unsere älteren Kolleginnen und Kollegen kommen durch die Erhöhung des Renteneintrittsalters nicht mehr gesund aus den Betrieben raus, gleichzeitig kommen junge Leute durch zurückgefahrene Ausbildungskapazitäten nicht mehr in die Betriebe rein. Hier erwarten wir von der Politik eine bessere Rentenpolitik als die starre Rente 67 mit!", so Robert Hiry, erster Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen.

Kai Sarg, JAV-Vorsitzender der Ford Werke forderte eine staatliche sozialpädagogische Hilfe für Auszubildende, die mit schwierigen Lebensumständen zurechtkommen müssen. Immer öfter käme es in den Betrieben zu Problemfällen die für Jugend- und Auszubildendenvertreter aber auch Ausbilder kaum zu lösen seien. Gewalt in der Familie, Scheidung der Eltern bis hin zu Suizidversuchen sind keine Seltenheit. Wenn es hier keine staatliche Hilfe gibt, landen viele Auszubildende irgendwann auf der Straße. Dies wolle man nicht zulassen!

Zum Ende der Konferenz wurde der neue Ortsjugendausschuss bestätigt. Er setzt sich zusammen aus Vertretern der Betriebe: Ford Saarlouis, der Dillinger Hütte, Saarstahl, Nemak Dillingen, Ruia Beckingen, Nedschroef Fraulautern, FLSmidth Wadgassen, MHA Zentgraf Merzig, der Dillinger Fabrik gelochter Bleche, Sertronics Fraulautern, Johnson Controls Headliner Überherrn und Homanit Losheim.

 

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