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Bundesvertrauensleutekonferenz 2012

Vom 15. - 17. November 2012 fand in Willingen - Sauerland die bundesweite IG Metall Vertrauensleutekonferenz statt.

Die IG Metall Völklingen war durch ein starkes Team vertreten:

  • Michael Fischer, Dillinger Hütte
  • Gerfried Lauer, Ruia
  • Christoph Schneider, Saarstahl 
  • Michael Arweiler, Stadco
  • Frank Bürtin, Saarstahl
  • Guido Lesch, IG Metall Völklingen

Berthold Huber, 1. Vorsitzender der IG Metall, ging in seinem Grundsatzreferat auf aktuelle Themen ein. Er dankte allen IG Metall-Vertrauensleuten für ihre gute Arbeit. "Eure Arbeit ist enorm wichtig und von unschätzbarem Wert. Vertrauensleute-Arbeit ist kein Relikt aus vergangenen Tagen, sie ist auf der Höhe der Zeit."

Er rief uns alle auf, engagiert für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen - insbesondere der Jugend - einzutreten. "Wir dürfen die junge Generation in Europa nicht verlieren, sonst gehört die Vision eines sozialen und gerechten Europas weiter ins Abseits."

Deutlich wurde Huber bei der Rentenpolitik in Deutschland: "Die IG Metall macht keinen Frieden mit der Rente mit 67. Wir brauchen flexible Ausstiegsmodelle vor allem für diejenigen, die 40 Jahre lang ihr Kreuz hinhalten mussten. Die Rente mit 67 ist ein Irrweg!"

Stolz zeigte Berthold Huber sich bei der Mitgliederbewegung. Die IG Metall sei die einzige Großorganisation, die noch Mitgliederzuwächse verbucht. Huber rief den Delegierten zu: "Wer auch in Zukunft eine starke IG Metall will, der muss Tag für Tag helfen, dass sich der Organisationsgrad in den Betrieben stetig verbessert."

Der 2. Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, rief in einem kämpferischen Referat zur Solidarität mit den Völkern Europas auf. "Wenn in Griechenland über die Verhältnisse gelebt wurde, dann waren es nicht die Krankenschwestern oder die Taxifahrer." Nein, die Reichen haben über ihre Verhältnisse gelebt, aber die Armen sollen jetzt die Zeche zahlen.

Auch bei uns wird die Schieflage zwischen Reich und Arm immer größer. Wetzel forderte die Politik auf endlich zu handeln. Es war die IG Metall, so Wetzel, die mit ihren Bausteinen der Krisenbewältigung 2008 bis 2010 Menschen in Arbeit halten konnte.

Heute haben wir in der IG Metall über 2,3 Mio. Mitglieder und stehen vor großen Herausforderungen. In der Zukunftspolitik für unsere Jugend, in der Industrie-, Sozial- und auch Rentenpolitik.

Wetzel bezeichnet es als einen Skandal, dass in Deutschland mittlerweile 10 Mio. Menschen in prekären Beschäftigungsmodellen arbeiten müssen. 8 Mio. Menschen sind im Niedriglohnsektor beschäftigt. 4 Mio. Menschen verdienen weniger als 7,00 Euro in der Stunde. Das Ergebnis dieser Politik ist Sprengstoff, es spaltet die Gesellschaft. Armut steigt - Reichtum nimmt zu. Heute besitzen 10 % der Bevölkerung 45 % des Privatvermögens, aber 50 % der Bevölkerung besitzen nur 8 % des Privatvermögens. Es ist Verteilungsspielraum da, kämpfen wir gemeinsam, so Wetzel, für mehr soziale Gerechtigkeit. "Arbeit hat keine Würde, wenn man nicht davon leben kann." Vor Jahren hat man mit dem Slogan "sozial ist - was Arbeit schafft" geworben.

Heute muss jedes Jahr im Bundeshaushalt 10 Milliarden Euro eingestellt werden, um die prekären Beschäftigungsverhältnisse durch Steuermittel aufzustocken. Diese Politik dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Wenn wir uns nicht gemeinsam wehren, wird die Prekarisierung zur Mehrheit der Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland werden.

Wetzel dankte allen Vertrauensleuten der IG Metall für ihre Ideen und Phantasien, die sie Tag für Tag einbringen.

In sechs Workshops diskutierten die Konferenzteilnehmer wichtige Fragen der Vertrauensleute-Arbeit: 

  • Öffentlichkeitsarbeit im Betrieb
  • Wir die IG Metall im Betrieb
  • Jugendvertrauensleute-Arbeit
  • Angestellte
  • Vertrauensleute-Arbeit hört nicht am Werkstor auf
  • Ein Betrieb eine Belegschaft - Antirassismus

Die Völklinger Vertreter brachten sich mit ihren Erfahrungen offensiv in die Diskussionen ein. Gemeinsam war man sich einig, diese Konferenz stärkt die Vertrauensleute-Arbeit in Zukunft.

 

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