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Jugendkonferenz 2009 der IG Metall Völklingen

IG Metall Jugend fordert lautstark bessere Zukunftsperspektiven

Am 25.11.2009 fand in der Dillinger Stadthalle die Jugendkonferenz der IG Metall Völklingen statt. Weit über hundert junge Delegierte waren aus den umliegenden Betrieben der Metall- und Elektroindustrie, der Stahlindustrie sowie der Holz- und Kunststoffindustrie gekommen um ihre Forderungen nach besseren Zukunftsperspektiven für die junge Generation lautstark an die Öffentlichkeit zu bringen.

Daniel Spengler, Vorsitzender des Ortsjugendausschusses

Einer der Hauptthemenpunkte ist bei den jungen Metallern die derzeitige Wirtschaftskrise. ?Gerade die junge Generation ist von den Folgen der Krise betroffen?, so Lars Desgranges, Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall in Völklingen.

Junge Menschen würden schneller gekündigt, da ihre Betriebszugehörigkeit gering ist und eventuelle Abfindungszahlungen daher niedrig. Des Weiteren verfügen viele junge Beschäftigte nur über befristete Arbeitsverträge und hätten somit die Kündigung schon gleich mit in der Tasche. Darüber hinaus stelle sich in vielen Betrieben die Frage, ob die Auszubildenden nach erfolgreicher Berufsausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden bzw. ob die Ausbildungsplätze für das kommende Jahr vielerorts gekürzt werden. Insgesamt wird die Wirtschaftskrise zu wachsender Beschäftigungsnot führen. Durch die Neuregelung der Rente mit 67 wird diese Situation noch weiter verschärft werden, da die Arbeitsplätze später als bisher frei würden.

Die IG Metall Jugend sieht sich mit der Situation konfrontiert, dass sie die Zeche für eine Party der Banken und Banker zahlen soll, zu der sie nie eingeladen war. "Die Frage, wer die Krise bezahlt, ist durch die Politik nicht beantwortet. Dagegen wollen und müssen wir uns wehren", so Desgranges.  

Darüber hinaus wurde berichtet, dass die Einstellungspolitik vieler Großbetriebe inzwischen eine reine Bestenauslese geworden ist. Kai Buchmann, JAV Vorsitzender der Ford Werke Saarlouis: "Haupt- und Realschüler haben immer weniger Chancen einen qualifizierten Beruf zu erlernen. In vielen Betrieben entwickeln sich die Einstellungszahlen dahin, dass mehr als 50 Prozent der neu eingestellten Auszubildenden über einen Fachhochschulabschluss verfügen. Ford selbst hat im Jahr 2009 nur 4 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze mit einem Hauptschüler besetzt". Aus diesem Grund forderte die Jugendkonferenz in einer Resolution die Einführung eines Einstellungsschlüssels, welcher der derzeitigen Einstellungspraxis gegensteuern soll.  

Im Anschluss an die Debatten wurden die Mitglieder des neuen Ortsjugendausschusses (OJA) der Verwaltungsstelle Völklingen bestätigt. Demnach setzt sich das Gremium im nächsten Jahr aus Vertretern der Betriebe Ford Saarlouis, Dillinger Hütte, Saarstahl Völklingen, Nemak Dillingen, Acument Beckingen, FLSmidth KOCH MVT Wadgassen, Braun & Schirm Körprich, Bartz Werke Dillingen, Dürr Püttlingen, Homanit Losheim, Drahtcord Merzig, Zentgraf Merzig und der Dillinger Fabrik gelochter Bleche zusammen. Als neuer Vorsitzender wurde bereits im September 2009 Daniel Spengler von Saarstahl Völklingen gewählt. Er beerbt den langjährigen Ortsjugendausschussvorsitzenden Paolino Montalto Monella (Ford Werke), der sich zukünftig stärker im Erwachsenenbereich der Organisation einbringen wird.

 

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