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Ottmar Schreiner: Die Gerechtigkeitslücke

Auf großes Interesse ist die Buchvorstellung von Ottmar Schreiners Buch "Die Gerechtigkeitslücke" gestoßen. Mehr als 100 Interessierte waren am 1. Oktober 2008 ins Theater am Ring nach Saarlouis gekommen, um mit dem Bundestagsabgeordneten zu diskutieren. Schreiner ist seit 30 Jahren IG Metall-Mitglied in der Verwaltungsstelle Völklingen.

Robert Hiry stimmte bei der Begrüßung auf weiteren Protest im Wahljahr 2009 ein: Unsoziale Politik werden wir nicht hinnehmen!

Der 1. Bevollmächtigte Robert Hiry machte in seiner Begrüßung deutlich, dass Ottmar Schreiner einer der wenigen SPD-Bundestagsbgeordneten war, der klare Positionen gegen die Rente mit 67 und gegen den Sozialabbau durch die Agenda 2010 bezogen hat.

Er kündigte an, dass die IG Metall im Wahljahr 2009 keine Wahlempfehlungen für bestimmte Parteien aussprechen werden. Man werde aber sehr wohl deutlich machen, was man von der Politik erwarte und werde sie an ihrem Handeln messen. Geplant sei jetzt schon, das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten beispielsweise bei der Abstimmung zur Rente mit 67 öffentlich zu machen, um den Menschen zu verdeutlichen, wer dafür verantwortlich ist, dass sie weniger Rente bekommen und länger arbeiten müssen.

Prof. Dr. Heinz Bierbaum stellte das Buch von Ottmar Schreiner vor
Prof. Dr. Heinz Bierbaum stellte das Buch von Ottmar Schreiner vor

Prof. Heinz Bierbaum, Leiter des INFO-Institutes an der Hochschule für Technik und Wissenschaft in Saarbrücken und Mitglied  im Landesvorstand der LINKEN, ließ keinen Zweifel, wie wichtig dieses Buch in der aktuellen Debatte um die Ausrichtung der SPD und die Herstellung von mehr sozialer Gerechtigkeit ist.

Er bescheinigte dem Buch, dass es mit harten Fakten unterlegt, ein schonungsloses Bild der heutigen Arbeitswelt und Geselllschaft zeichne. Hartz IV, prekäre Beschäftigung, Armutslöhne und die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme sind nur einige Themen, die in diesem Buch kritisch durchleuchtet werden. Klar sei aber auch, dass gerade die Partei, der Ottmar Schreiner angehöre, nicht unschuldig an dieser Entwicklung sei.

»Ottmar Schreiner ist einer jener Politiker, die man die Unbeugsamen nennen könnte. Sie wackeln und wanken nicht.«
Der Spiegel

Von daher stellte Bierbaum als Fazit die Frage, ob dieses Buch der Versuch sei, die SPD zu einem Richtungswechsel zu bewegen oder es sich nicht eher um eine - wenn auch sehr umfangreiche - Austrittserklärung aus der SPD handele.

Ottmar Schreiner griff diese Frage auf und machte deutlich, dass es auch in Zukunft keine Politik für soziale Gerechtigkeit ohne eine starke SPD geben könne. Von daher sehe er seine Aufgabe, die SPD wieder auf einen sozialdemokratischen Kurs zu bringen. Dies sei gerade angesichts der Personalentscheidungen der letzten Wochen nicht unbedingt leichter geworden.

Soziale Ungerechtigkeiten nicht hinnehmen

Guido Lesch, 2. Bevollmächtigter, moderierte die anschließende Diskussion
Guido Lesch, 2. Bevollmächtigter, moderierte die anschließende Diskussion

Die immer stärker werdende Spaltung der Gesellschaft und die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich dürfe nicht länger hingenommen werden. Bereits im frühen Kindesalter beginne die soziale Spaltung. Kinder von Akademikern haben - statistisch belegt - größere Chancen Abitur zu machen, als Kinder von Arbeitern. In keinem Land der Erde seien die Bildungschancen so stark von dem Status der Eltern abhängig, wie in Deutschland.

Diese soziale Ungerechtigkeiten sind die Motivation für seine politische Arbeit und waren auch der Auslöser dafür, dieses Buch zu schreiben.

Presse:
Weitere Informationen und Rezensionen zum Buch:

 

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