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23.06.16 Jugend

Saarländischer Bildungsgipfel 2016

Am Montag den 20.06.2016 fand in der Kulturhalle Völklingen/Wehrden in Kooperation mit allen vier Geschäftsstellen der IG Metall im Saarland der erste saarländische Bildungsgipfel statt.


Die IG Metall Jugend beschäftigt sich seit einiger Zeit mit der Qualität der Berufsschulen. Die duale Ausbildung ist für viele junge Menschen das Fundament, um später einen qualifizierten Arbeitsplatz in den Betrieben auszufüllen. Die zwei Säulen der dualen Ausbildung - Schule und Betrieb - sind die Grundlage für eine breit gefächerte und qualitativ hochwertige Ausbildung. Dieses Erfolgsmodell muss gestärkt und zukunftssicher gemacht werden.

Die IG Metall-Jugend stellt fest, dass durch die Mitbestimmung der gewählten Interessensvertretungen in den Betrieben die Qualität der Ausbildung stets ausgebaut und verbessert wird. An den Berufsschulen gibt es qualitativen Nachholbedarf, sodass das Erfolgskonzept der betrieblichen Mitbestimmung auch an den Berufsschulen etabliert werden muss.
Um dieses Ziel zu erreichen fand im Rahmen des saarländischen Bildungsgipfels eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema statt.
Dort konnten Jugend-und Auszubildendenvertreter/innen mit den Verantwortlichen aus Betrieb, Wirtschaft und Politik diskutieren. Auch in einem Impulsreferat des saarländischen Bildungsministers, Ulrich Commerçon, wurde klar, dass die Berufsschulen gestärkt werden müssen.

Der für Jugendarbeit zuständige Gewerkschaftssekretär der IG Metall Völklingen, Daniel Spengler, erläuterte in seiner Eröffnungsrede, dass die Berufsschulen das fünfte Rad am Wagen der saarländischen Bildungspolitik darstellen: "Qualitative Verbesserungen können vor allem durch neue Investitionen erzielt werden. Daher sei es wichtig nicht nur Gymnasien und andere Schulformen gut auszustatten, sondern die Berufsschulen hierbei stärker zu berücksichtigen."

Timo Ahr, Vorsitzender des Ortsjugendausschusses der IG Metall Völklingen erläuterte in der Diskussion die Probleme: "Lehrermangel und als Folge davon hoher Unterrichtsausfall, genauso wie die inhaltliche Abstimmung zwischen Theorie und Praxis, Klassengrößen und auch die Ausstattung der Berufsschulen sind Probleme mit denen die Auszubildenden tagtäglich konfrontiert werden. Um zu gewährleisten, dass das Ausbildungsziel besser erreicht werden kann, müssen sich die Berufsschulen neu aufstellen."

Weiterhin wurde in der Diskussion mit Peter Gillo, Direktor des Regionalverbands Saarbrücken, deutlich, dass für die JAV'en die Wege zu den Schulkonferenzen erleichtert werden sollen und gleichzeitig die in den Berufsschulen bestehenden "Runden Tische" stärker genutzt werden können.

Durch die regen Wortbeiträge und engagierten Teilnehmer/innen wurde klar, dass das Thema der Qualität der Berufsschulen den Auszubildenden ein sehr wichtiges Anliegen ist. Die IG Metall-Jugend wird nun weiterhin mit den Berufsschulen in Verbindung stehen, um die Ergebnisse des saarländischen Bildungsgipfels in die Praxis zu übertragen und an den Berufsschulen umzusetzen.

Die IG Metall Völklingen bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die bei der Veranstaltung mitgewirkt und diese auch möglich gemacht haben. Die IG Metall wird das Thema "Qualität der Berufsschule" im Interesse der Auszubildenden stärker ins Zentrum der bildungspolitischen Debatte rücken.


 

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