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23.01.16 Stahl ist Zukunft News

Resolution "Stahl ist Zukunft"

Angesichts der aktuellen Situation in der Stahlindustrie, insbesondere im Hinblick auf Emissionshandel und Dumpingimporte, hat die IG Metall Völklingen in ihrer Delegiertenversammlung am 23.01.2016 die Resolution "Stahl ist Zukunft" einstimmig verabschiedet.


Resolution: Stahl ist Zukunft!

Wir, die Delegiertenversammlung der IG Metall Völklingen, setzen uns ein für einen konsequenten Umweltschutz und unterstützen die Ziele zur Reduzierung der Erderwärmung durch globale Maßnahmen sowie die Reduzierung des CO2-Ausstosses. Eine zukunftsweisende Umweltpolitik braucht mehr qualitatives Wachstum und eine ökologischere Industriepolitik.

Stahl: Einmal produziert, kann er wie kein anderer Werkstoff immer wieder recycelt werden.

Unsere Stahlindustrie hat weltweit die höchsten ökologischen Standards. Eine ökologische Zukunft ohne Stahl kann es nicht geben. Vom Haushalt über das Büro, den Arbeitsplatz, im Verkehr, in der Medizin, bis hin zum Umweltschutz.

Stahl ist unverzichtbar.

Stahl ist ein elementarer Werkstoff, den man beim ökologischen Umbau benötigt. Projekte wie Windkraft, Sonnenenergie und Wasserkraft sind ohne Stahl nicht zu realisieren. Selbst Elektromobilität hat ohne Stahl keine Zukunft.

Deutschland und auch das Saarland ist ein Industrieland mit einem sehr hohen Anteil von industrieller Wertschöpfung und der dazugehörenden Dienstleistung. Wer in Deutschland die Stahlindustrie gefährdet, gefährdet in der Konsequenz die gesamte Wertschöpfungskette und somit den gesamten Industriestandort Deutschland.

Mit der AG der Dillinger Hüttenwerke und der Saarstahl AG haben wir im Saarland zwei Konzernzentralen deren Ziel es ist, Standorte und Arbeitsplätze im Saarland zu halten und auszubauen. Ohne Stahl im Saarland wird das Saarland als eigenständiges Bundesland keine Zukunft haben.

Der Wettbewerb in der Stahlindustrie ist weltweit ungebremst. China überschwemmt mit seinen Überkapazitäten den globalen Markt mit Stahl zu Dumpingpreisen. Wie dieser Stahl in China produziert wird, zeigen Bilder von Smogalarm und anderen Umweltkatastrophen, ganz zu schweigen von den dort herrschenden Arbeitsbedingungen. Wäre unsere Stahlindustrie tot, würden Chinesen und Andere mit katastrophalen CO²-Werten mit "schmutzigem Stahl" den Europäischen Markt übernehmen und Preise diktieren, was negative Auswirkungen auf das gesamte Wirtschaftssystem und auch auf die weltweite Ökobilanz hätte. Konsequenz bei uns wäre der Arbeitsplatzverlust, nicht nur in der Stahlindustrie.

Nunmehr liegt ein Entwurf der EU-Kommission zur Gestaltung der vierten Handelsperiode im Emissionshandel vor. Mit diesem Entwurf wird die Zukunft der Stahlindustrie bei uns und somit auch die gesamte Zukunft des Industriestandorts Deutschland und Europa in Frage gestellt. 

  • Wir sagen ja zu mehr Umweltschutz, aber für alle unter gleichen Bedingungen. Unsere Stahlindustrie darf nicht einseitig belastet werden.
  • Wir sagen ja für die weitere Reduzierung von CO²-Ausstoss, aber nicht nur bei uns.
    Der CO²-Ausstoss macht nicht an nationalen Grenzen halt.

Wer die deutsche Stahlindustrie einseitig belasten will und anderen Stahlindustrien freien Lauf lässt, der handelt nicht für bessere Umweltbedingungen ? das Gegenteil wird eintreten.

Bei allen Emissionshandelssystemen, die national oder international aufgelegt werden, brauchen wir den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie am globalen Markt.

Einseitige Kostenbelastungen durch Emissionshandel und somit Wettbewerbsverzerrung lehnen wir ab.

Was die Ökobilanz der deutschen Stahlindustrie anbelangt, sind wir weltweit am besten aufgestellt. Trotzdem setzen wir uns für weitere Forschungen und Realisierungen ein, um auch bei uns den CO²-Ausstoß im Herstellungsprozess weiter zu reduzieren.

Durch den geplanten Entwurf der EU-Kommission wird der Stahlindustrie die Möglichkeit genommen, Innovationen und Investitionen zur weiteren Reduzierung des CO²?Ausstoßes zu tätigen.

Wir brauchen eine faire und gerechte, zukunftsweisende Umweltpolitik.
Wir brauchen die Sicherung unserer Stahlindustrie und die unserer Arbeitsplätze.

  •  Wir fordern die Parteien in den Parlamenten, ob auf Landes-, Bundes- oder Europaebene auf, sich dieser Thematik zu widmen und sich für den Erhalt der Stahlindustrie in Deutschland und Europa stark zu machen.
  • Die IG Metall in dieser Region wird große öffentliche Aktionen durchführen. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, uns dabei zu unterstützen.

Machen wir uns gemeinsam für eine zukunftsweisende, erfolgreiche Umweltpolitik und somit für die Sicherung der Stahlindustrie und ihrer Arbeitsplätze am Standort Deutschland stark.


 

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