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21.10.15 Metall-Handwerk

Metallhandwerk fordert 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt

Am 16. Oktober fand in St. Ingbert die erste Tarifkommissionssitzung für das saarländische Metallhandwerk statt. Diskutiert wurde über die aktuelle Lage der Branche, die wirtschaftlichen Aussichten, über die Kündigung der Tarifverträge über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen und über die Aufstellung einer Tarifforderung.


Die Verhandlungskommission des IG Metall-Bezirks Mitte

Zum 31.12.2015 enden die Tarifverträge über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen im saarländischen Metallhandwerk. Am 4. Dezember 2014 konnte in der zweiten Verhandlungsrunde eine Steigerung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen erreicht werden. Zum 1. Januar 2015 konnten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Metallhandwerk über eine Tariferhöhung von 2,95 Prozent freuen. Die Ausbildungsvergütungen stiegen sogar überproportional. Die Laufzeit des Tarifvertrages kann nach dem Tarifwerk erstmals zum 31.12.2015 gekündigt werden. Diese Kündigung habe die zuständige IG Metall Tarifkommission einstimmig beschlossen, so Lars Desgranges, Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Völklingen.

5,5 Prozent und überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Die Aufstellung der Tarifforderung für die Fortsetzung der Tarifbindung war das wichtigste Thema auf der Tagesordnung der Tarifkommissionssitzung in St. Ingbert. Hierzu wurde über die aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland aber auch im Saarland diskutiert. Neben der recht positiven Entwicklung des ifo Geschäftsklimaindex wurde auch auf regionaler Ebene ein ordentlicher Auftragseingang in einer Vielzahl von Betrieben bescheinigt. Die Beschäftigungssituation im saarländischen Metallhandwerk zeige sich stabil bis positiv. So seien Mehrarbeit, Wochenendarbeit oder gar Schichtarbeit in einigen Bereichen notwendig. Nach einer abschließenden Bewertung wurde einstimmig die Tarifforderung nach einer Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent und eine erneute überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen aufgestellt.

"Das Handwerk buhle um Fachkräfte und stehe diesbezüglich in einer ständigen Konkurrenz mit der hiesigen Industrie. Deshalb müsse die existierende Einkommenslücke deutlich verkleinert werden, um das Metall Handwerk zukunftsträchtig aufstellen zu können. Aus diesem Grund sei die Forderung wohl überlegt, wirtschaftlich vertretbar und zudem zukunftsorientiert", so Lars Desgranges.

Das Flugblatt zum Download


 

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