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06.11.14 Textil Motus Integrated Technologies

Warnstreik bei Motus Headliner

Zwei Verhandlungsrunden in der Textilindustrie und die Arbeitgeber legen immer noch kein Angebot vor. Sie provozieren damit Protest und Warnstreiks in den Betrieben. Die Belegschaften sind sauer und erhöhen nun den Druck. Im Saarland hat mit Motus Headliner in Überherrn der erste Betrieb die Arbeit niedergelegt.


Das wollen die Belegschaften sich nicht gefallen lassen: Seit zwei Monaten liegt die Forderung der IG Metall nun den Arbeitgebern vor: 5 Prozent höhere Entgelte wollen wir durchsetzen.

Doch die Arbeitgeber haben zwei Verhandlungen innerhalb der Friedenspflicht nicht dazu genutzt, um sich zu bewegen. Nicht mal ein Angebot legten sie vor.

Die IG Metall hat daher die Beschäftigten von Motus in Überherrn am 6. November 2014 zu einem Warnstreik aufgerufen. Die komplette Früh- und Spätschicht beteiligte sich, zwei Stunden wurden keine Dachhimmel produziert.

Beschäftigte stehen zu den Forderungen der IG Metall

Bei der anschließenden Kundgebung vor dem Werksgelände wurde deutlich, dass die gesamte Belegschaft - die zu 97% in der IG Metall organisiert ist - bereit ist, auch den Druck zu erhöhen.

Der erste Warnstreik in der Tarifrunde war bewusst so gesteuert, dass es noch keine Fernwirkungen zu den Automobilhersteller gibt. Sollte es in der nächsten Verhandlungsrunde am 12. November 2014 keine Einigung geben, ist eine solche Fernwirkung nicht mehr auszuschließen.

Auswirkungen in die Automobilindustrie unvermeidlich

Gisela Tiefensee-Naaber, Betriebsratsvorsitzende und Mitglied der Tarifkommission zeigte noch einmal die Folgen auf, wenn es keine Bewegung von der Arbeitgeberseite gibt: "Der nächste Warnstreik wird auf jeden Fall länger dauern. Die Vorstandsvorsitzenden von Daimler und anderen Automobilhersteller werden dann sehr schnell den Verhandlungsführer der Textil-Arbeitgeber Herrn Brinkmann anrufen und fragen, warum ihre Bänder stillstehen!"

Ralf Haas, Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall Völklingen machte in seiner Rede deutlich, dass die Verhaltensweise der Arbeitgeber von den Beschäftigten nicht akzeptiert wird. "Höhere Umsätze und Produktivitätssteigerungen der letzten Jahre sollen alleine in die Tasche der Arbeitgeber fließen - das wird es mit der IG Metall nicht geben! Wir wollen unseren gerechten Anteil!"

Auch Bruno Krause, IG Metall-Betriebsrat und Mitglied der bundesweiten Verhandlungskommission kann nur noch den Kopf schütteln: "Wir haben seit 2011 bereits vereinbart, einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit abzuschließen. Der wurde von den Arbeitgebern über Jahre hinausgezögert. Jetzt kommen sie auf die Idee, dass wir für diesen Tarifvertrag noch einmal bezahlen sollen."

Presse:

Fotos (auch in unserem Facebook-Album):

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