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13.03.13 Textile Dienstleistungen

Tarifabschluss für "Textile Dienstleistungen": 2 x 2,5 Prozent

Die IG Metall und der Industrieverband Textil Service haben für die Beschäftigten in Großwäschereien einen Tarifabschluss erzielt. Dieser beschert ab Juni 2013 ein Einkommensplus von 2,5 Prozent sowie verbesserte Möglichkeiten für Altersteilzeit. Außerdem konnten sich die Tarifpartner auf einen neuen Mindestlohn einigen, der ab April 2013 gelten soll.


Der neue Entgelt-Tarifvertrag sieht vor, dass Löhne und Gehälter im Westen ab Juni 2013 und ab Juni 2014 um jeweils 2,5 Prozent steigen. Die Auszubildenden bekommen in der gleichen Zeit monatlich 20 Euro mehr.

Gleichzeitig steigt auch das Urlaubsgeld um 2,5 Prozent.

Neuer Mindestlohn angestrebt

In tarifgebundenen Betrieben gelten die neuen Tariflöhne. Sie liegen deutlich über dem Mindestlohn, der für alle anderen Unternehmen gilt und nicht unterschritten werden darf. Dieser soll ebenfalls steigen und zwar ab April 2013 auf 8,50 Euro und ab Juni 2014 auf 8,75 Euro. Hierbei handelt es sich jeweils um Bruttobeträge. Die IG Metall hat für den neuen Mindeslohn die Allgemeinverbindlichkeit beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales beantragt. Sobald das Minsterium den Mindestlohn-Tarifvertrag als allgemeinverbindlich erklärt hat, gilt er für alle Beschäftigten in Betrieben, die Textilien für gewerbliche Kunden sowie für öffentlich-rechtliche oder kirchliche Einrichtungen waschen.

Schmutzkonkurrenz und Tarifflucht von Arbeitgebern

Des weiteren konnte die IG Metall mit dem Industrieverband Textil Service e.V. (Intex) den Tarifvertrag zur Altersteilzeit verbessern und seine Laufzeit bis zum 30. Juni 2015 verlängern. Danach erhalten Beschäftigte, die ihre Altersteilzeit-Verträge nach dem 31. Dezember 2013 abschließen, eine Aufstockung von 475 statt bisher 450 Euro.

Der Vertrag zur Entgeltumwandlung wurde ebenfalls verbessert, und der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung und tarifpolitischen Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Damit gilt bis zu diesem Zeitpunkt die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 Stunden. Der Bildungsanspruch bleibt bestehen.

Leider haben im Jahr 2012 wieder vier Betriebe den Verband Intex verlassen. Einer davon war Berendsen. Intex führt inzwischen 65 tarifungebundene Unternehmen als so genannte "Fördermitglieder" und nur elf Betriebe, die tarifgebunden sind. Mit diesen wenigen Unternehmen ringt die IG Metall nun um Tarifergebnisse, während viele Belegschaften für Lohnverzicht schwer in die Mangel genommen werden. 

Flugblatt zum Download:


 

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