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PM: Vertrauen ist gut - Betriebsrat ist besser!

IG Metall ruft Beschäftigte auf starke Betriebsräte zu wählen.

Presseerklärung anlässlich des Neujahrempfanges für Betriebsräte und Betriebsratskandidatinnen und -kandidaten
Stadthalle Dillingen, 30.01.06

In der Zeit vom 1. März bis 31. Mai 2006 finden in den Betrieben die Betriebsratswahlen nach Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes statt. Bereits in Betrieben mit mehr als 5 wahlberechtigten Arbeitnehmer kann ein Betriebsrat gewählt werden.

Auf einem Neujahrempfang für Betriebsräte und Betriebsratskandidatinnen und -kandidaten, formulierte die IG Metall ihre Positionen zu dieser gesellschaftlich wichtigen Wahl. Robert Hiry, 1. Bevollmächtigter der Verwaltungsstelle Völklingen betonte die Wichtigkeit der lebendigen Demokratie im Betrieb mit qualifizierten Betriebsräten und starken Gewerkschaften. Selbstbewusst rief er den Teilnehmern zu: "Wo wäre heute z.B. die Stahlindustrie, wenn alleine die Konzepte der damaligen CDU-Landesregierung oder einiger Manager gegriffen hätten? Heute ist die Stahlindustrie, dank der weitsichtigen Politik von Betriebsräten und IG Metall stabiler denn je." Dank der Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaftsvertreter in der saarländischen Stahlindustrie sind die dortigen Arbeitsplätze heute sicherer denn je.

Hiry erteilte der Politik eine deutliche Absage, die Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte und Gewerkschaften zu schwächen. "Wer heute Mitbestimmungsrechte der Gewerkschaften und Betriebsräte schwächt, schwächt morgen Betriebe und unsere Region im globalen Wettbewerb."

Die Teilnehmer auf dieser Konferenz waren sich einig, was die großen Herausforderungen in der Betriebspolitik wie auch Gesellschaftspolitik anbelangt: "Wer, wenn nicht die Betriebsräte mit der IG Metall soll denn für vernünftige soziale Rahmenbedingungen in den Betrieben kämpfen? Die Menschen in dieser Region, ob bei Ford beschäftigt, in der Stahlindustrie in der Metall-, Textil- und Holzindustrie können sich auf Kraft der IG Metall verlassen!", so Robert Hiry.

Der 2. Bevollmächtigte, Guido Lesch, machte deutlich, dass in einer Zeit der ständigen Veränderungen, des immer härter werdenden Wettbewerbs in Betrieben mit demokratischen Strukturen besser die Herausforderungen anzupacken sind, wie in den Betrieben, wo der Chef immer noch den "Herr-im-Haus-Standpunkt" vertritt. Das Mitgestalten und Mitentwerfen von betrieblichen Zukunftskonzepten unter Beteiligung der betrieblichen Interessensvertretung ist eine wichtige Grundlage in einer modernen Industriegesellschaft.

Robert Hiry und Guido Lesch machten deutlich, dass die Beschäftigten mit ständigen Veränderungsprozessen zu tun haben bei denen die Interessen der Menschen mitberücksichtigt werden müssen. Am Beispiel der Lebensarbeitszeit erkenne man, wie kontraproduktiv politische Entscheidungen wirken.

Die IG Metall erteilt dem Arbeitsminister Müntefering, der mit der Unterstützung der Sozialdemokraten und Christdemokraten die Lebenszeit auf 67 Jahre anheben will, eine deutliche Absage. "Wer 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, muss ohne Abschläge in Rente gehen können". Viele ältere Beschäftigte, insbesondere der Stahlindustrie, der Automobilindustrie, im Drei- oder Vier-Schicht-Betrieb würden den extremen Leistungsdruck und die Belastungen kaum mehr aushalten." Schon heute wollen Personalchefs 55jährige gerne aus den Betrieben haben. Aber der Gesetzgeber will die Lebensarbeitszeit auf 67 anheben, das passt nicht zusammen".

Die IG Metall wolle in dieser Frage in allen Betrieben Aktionen organisieren, um den Menschen deutlich zu machen, wie die politische Entscheidung in Berlin auf die Realität in den Betrieben wirken werde. Dieses Beispiel der Lebensarbeitszeit bis 67 Jahren macht deutlich, wie wichtig Betriebsräte sind, um Konzepte einer humanen Arbeitswelt - Arbeitsbedingungen für Ältere - Schutz vor Kündigungen - Integration von jungen Menschen - in den Betrieben umzusetzen.

Der 1. Bevollmächtigte, Robert Hiry, belegte an den Beispielen SKF in Etzenhofen, Bouser Röhrenwerke, Kautt und Bux in Saarlouis wie Manager sinnlos Arbeitplätze vernichtet haben, um Gewinne nach oben zu treiben. In allen drei Fällen waren diese Managementstrategien auch für die Unternehmen kontraproduktiv.

Wer, wenn nicht Betriebsräte, soll die wichtigen Themen unserer Zeit ansprechen? Viele Manager schauen zu sehr auf die Bilanz bzw. Aktienkurse und zu wenig auf die Menschen, die im Betrieb beschäftigt sind.

Im Saarland sind mehr als 300.000 Beschäftige aufgerufen ab 1. März ihre Betriebsräte zu wählen.

Im Betreuungsbereich der IG Metall Verwaltungsstelle Völklingen sind in über 70 Betrieben die Vorbereitungen zu dieser Betriebsratswahl in vollem Gange. Die IG Metall ruft alle Beschäftigten auf, sich dieses demokratische Recht, einen Betriebsrat zu wählen, im Betrieb umzusetzen, um ein starkes Rückgrat für die vor uns liegenden Herausforderungen zu haben.

Die 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dieser Konferenz wollen selbstbewusst demokratische Strukturen in die Betriebe hineintragen. Die IG Metall ruft alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf, in ihrem eigenen Interesse und dem Interesse ihres Betriebes die Wahl eines Betriebsrates einzuleiten.

 

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