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SZ: Streikwelle rollt: Auch Metaller machen mobil

Landesregierung und Verdi suchen Lösung

von christoph kiefer und lothar WARSCHEID (SZ)

Mit ihrer Drohung, unmittelbar nach dem Ende der Friedenspflicht am 29. März zu streiken, hat die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Am Montag wird erneut verhandelt.

Saarbrücken. Die IG Metall hat die Arbeitgeber der Metall- und Elek-troindustrie ultimativ aufgefordert, in der aktuellen Tarifrunde ein konkretes Angebot vorzulegen. Die Unternehmerseite müsse bei der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Montag in Darmstadt auf die Forderungen der Gewerkschaft eingehen. Ansonsten drohe ein Arbeitskampf unmittelbar nach dem Ende der Friedenspflicht am 29. März, erklärte der Bezirksleiter der IG Metall Frankfurt, Armin Schild, am Freitag in Saarbrücken. Die Verhandlungen für die rund 400000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gehen in die dritte Runde. Gefordert wird eine Tariferhöhung von fünf Prozent. Außerdem sollen die vermögenswirksamen Leistungen wieder im Tarifvertrag verankert werden. Der 1. Bevollmächtigte der IG-Metall-Verwaltungsstelle Völklingen, Robert Hiry, sagt, dass "die Stimmung in den Betrieben gereizt ist. Die Leute wollen endlich wieder mehr im Geldbeutel haben".
Die saarländischen Arbeitgeber wehren sich gegen den Vorwurf der IG Metall, die Unternehmerseite beschränke sich darauf, "stets Nein zu sagen". "Wir werden am Montag unsere Vorstellungen präsentieren", kündigte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände VSU, Heiko Jütte, an. "Wir wollen nicht nur über die Frage nach Lohnerhöhungen sprechen." Eine Gesamtlösung müsse "viel Platz lassen für einzelbetriebliche Lösungen", sagte Jütte. Denkbar ist für die Arbeitgeber zum Beispiel eine Kombination aus einer allgemeinen Tariferhöhung, gekoppelt mit einer Bonus-Zahlung, deren Höhe von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens abhängt". > Seite A3: Berichte, Seite A4: Meinung

Saarbrücken. Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst wird es am Sonntag zu einem Sondierungsgespräch zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Landesregierung kommen. Die Sitzung ist für zehn Uhr bei Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer angesetzt. Bereits in der vergangenen Woche gab es mehrfach Gesprächs- und Verhandlungsangebote von beiden Seiten. Verdi-Landesleiter Rolf Linsler sagte: "Wenn beide Seiten aufeinander zugehen, kann dies Signalwirkung haben für die Bundesrepublik."

Saarbrücker Zeitung, 25.03.2006

 

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