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PM: Bezirksleiter Schild: Der Aufschwung braucht Schwung

Tarifkommissionen haben Forderung beschlossen 

Auch im Bezirk Frankfurt geht die IG Metall mit der Forderung nach einer Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent in die Tarifrunde 2006 in der Metall- und Elektroindustrie. Daneben fordert sie für die rund 430.000 Beschäftigten der Tarifgebiete Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen den Abschluss eines Tarifvertrags ?Vermögenswirksame Leistungen? und einen Tarifvertrag ?Qualifizierung und Innovation?. Das haben heute in Frankfurt die Mitglieder der vier regionalen Tarifkommissionen beschlossen. 

?Der Aufschwung braucht nachhaltigen binnenwirtschaftlichen Schwung, wenn er nicht nur ein Strohfeuer sein soll?, hat Bezirksleiter Armin Schild die Notwendigkeit einer Stärkung der Kaufkraft begründet. Exporterfolge allein würden dazu erwiesenermaßen nicht ausreichen. Sie seien jedoch ein Zeichen der ungebrochenen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Sie würden sowohl die Vertretbarkeit als auch die Bezahlbarkeit der Fünf-Prozent-Forderung belegen. Mit ihrer Forderung wolle die IG Metall zudem ein Signal für eine verteilungspolitische Wende setzen, weil die zunehmende Schieflage der Einkommensverteilung als Wachstumsbremse wirke. 

Die Forderung nach einem Tarifvertrag ?Qualifizierung und Innovation? nannte Schild ein ?Kontrastprogramm zu einer kurzatmigen, allein an Renditeerwartungen, Kostensenkung und Personalabbau ausgerichteten Unternehmenspolitik?. Qualifizierungsansprüche aller Beschäftigten - unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Eingruppierung - seien ebenso wie die Stärkung der Rechte von Beschäftigten und Betriebsräten notwendig für die Sicherung von Standorten und Beschäftigung. Viele Anträge von Arbeitgebern auf Abweichungen vom Tarifvertrag gemäß dem ?Pforzheimer Abkommen? hätten deren Defizite bei Qualifizierung und Innovation offengelegt. 

Mit ihrer Forderung nach Abschluss eines Tarifvertrags ?Vermögenswirksame Leistungen? wolle die IG Metall schließlich den Beitrag der Arbeitgeber zur Vermögensbildung sichern. Auch gehe es darum, eine Gleichbehandlung aller Beschäftigten zu erreichen. Derzeit hätten neu Eingestellte keinen Anspruch auf diese Leistungen. Wer länger im Betrieb sei, für den wirke hingegen der von den Arbeitgebern nicht verlängerte Tarifvertrag nach. ?Wir wollen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Belegschaften?, sagte Armin Schild. 

Die aktuellen Tarifverträge über Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütungen laufen am 28. Februar aus. Die bundesweit erste Verhandlung ist am 8. Februar für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland). In Thüringen ist am 13. Februar Verhandlungsauftakt.

Die Friedenspflicht endet am 28. März. Danach kann die IG Metall zur Durchsetzung ihrer Forderung zu Warnstreiks aufrufen.

 

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